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Archiv 2007, Seite 2

Archivseite! Diese Seite dokumentiert unsere Vergangenheit. Die Informationen hier sind vielleicht nicht mehr aktuell.

Schwitzen für das Jubiläum

Nachricht 62/2007

Nürnberg, 08.10.07

Organisation ist alles. Deshalb gibt es für das 100-jährige Jubiläum der ev. Gehörlosenseelsorge am 13. Oktober in Nürnberg ein Organisationsteam, kurz Orga Team. Rosa Reinhardt(gl), Stefanie Lindnau(gl) und ergänzend Oliver Markwirth(gl) kümmern sich seit April um Räumlichkeiten, Technik, Material, Mitarbeiter, Essen, Getränke, Tombola, Ausstellung und Vieles mehr. Dabei kommen sie ganz schön ins Schwitzen. Eine gute Organisation ist die beste Vorbereitung

degpa

Rekord-Anmeldung für das Jubiläum

Nachricht 61/2007

Nürnberg, 04.10.07

Über 600 Anmeldungen Wer hätte das gedacht? Über 600 Festanmeldungen sind für das 100-Jahr Jubiläum an die ev. Gehörlosenseelsorge geschickt worden. Das sind 400 mehr als erwartet. So werden wohl schätzungsweise mehr als 700 Personen am 13. Oktober am Egidienplatz in Nürnberg sein. Alles kein Problem, denn wir haben vom Willstädter Gymnasium - gleich neben der Egidienkirche - den Schulhof, 2 Turnhallen, 1 Aula, Tische, Stühle und Reinigungspersonal gemietet. Die Stadt Nürnberg stellt uns zudem das Pellerhaus zur Verfügung. Zusätzlich wird die Firma Zeitlos - sie hat auch gehörlose Mitarbeiter - leckeres Essen anbieten. Die vielen interessanten Programmangebote werden helfen, die Menschen zu "verteilen". Ein großes Fest, bei dem Jung und Alt genug Platz haben werden

Joachim Klenk

Workshop Gebärden-Poesie mit Jürgen Endress

Nachricht 60/2007

Nürnberg, 01.10.07

Achtung: Jetzt anmelden! Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der ev. Gehörlosenseelsorge kommt der Gebärdenpoesiekünstler Jürgen Endress am Freitag, den 12. Oktober zu einem Gebärdenpoesie-Workshop nach Nürnberg. Ort: Egidienplatz 29. Zeit: 10 bis 16 Uhr. Kosten: bei Anmeldung bis 5. Oktober € 30, Anmeldung bis 11. Oktober € 40, Ansprechpartnerin ist Andrea Schwarz unter Schwarzandrea@gmx.de.

degpa

100 Kuchen gesucht

Nachricht 59/2007

Bayern, 27.09.07

Für den 13. Oktober sind 30 Kuchen schon zugesagt. Aber leider ist das viel zu wenig - wir brauchen 70 bis 100. Bitte bringen Sie einen Kuchen mit und sagen Sie Bescheid über Fax 0911-2141322. Und so geht es: Sie backen einen leckeren Kuchen und bekleben ihre Kuchenform mit Ihrem Namen. Dann bringen Sie den Kuchen mit und geben ihn am Egidienplatz 33/Erdgeschoss ab 8 Uhr bis 14 Uhr ab. Ganz einfach! Wir freuen uns.

degpa

Workshop Gebärden-Poesie mit Jürgen Endress

Nachricht 58/2007

Nürnberg, 25.09.07

Das 100-jährige Jubiläum der ev. Gehörlosenseelsorge machts möglich: Der Gebärdenpoesiekünstler Jürgen Endress kommt am Freitag, den 12. Oktober zu einem Gebärdenpoesie-Workshop nach Nürnberg. Ort: Egidienplatz 33. Zeit: 10 bis 16 Uhr. Kosten: bei Anmeldung bis 5. Oktober € 30, Anmeldung bis 11. Oktober € 40, Anmeldung am 12.Okt € 50. Ansprechpartnerin ist Andrea Schwarz unter Schwarzandrea@gmx.de.

degpa

Gäste aus Tanzania in den bay. Gehörlosen-Gemeinden

Nachricht 57/2007

Bayern, 24.09.07

Sie kennen Tanzania in Afrika. Im Norden finanziert die ev.-luth. Kirche eine Gehörlosenschule. In dieser Schule wird gebärdensprachlich unterrichtet. Die Gebärden sind afrikanisch und finnisch beeinflusst. Von 17. bis 22. September waren Direktor Reverend Longio, Misses Hosianna (gehörlos) und Mister Nabai (gehörlos) in Bayern zu Gast. Sie besuchten Gemeindekreise, die Schulen für Gehörlose in Bamberg und Zell, die Station für psychisch kranke hörgeschädigte Menschen in Erlangen und einen Gottesdienst der Gehörlosengemeinde in Würzburg. Wir danken unseren afrikanischen Freunden für die vielen Gespräche, in denen wir Neues erfahren haben und dazu gelernt haben. Dank sage ich auch all denjenigen, die unseren afrikanischen Freunden Einblicke in Schulen und Einrichtungen ermöglicht haben. Möge Gott unsere Freunde begleiten und unsere Partnerschaft stärken

Joachim Klenk

Galerie der Gehörlosen-Seelsorger online

Nachricht 56/2007

Bayern, 21.09.2007

Die Galerie der Gehörlosenseelsorger ist soeben online gegangen. Es ist nicht alles fertig! Es war unmöglich, alle Daten vollständig zu sammeln, deshalb sind wir auch weiterhin dankbar für Ergänzung und Korrektur.

Aber wir wollten nicht länger warten und das (Teil-)Ergebnis endlich präsentieren - knapp einen Monat vor dem Jubiläum ist dann auch wirklich Zeit!

Sollten Sie noch Verbesserungen haben, dann geben Sie diese bitte direkt an mich weiter!

Eine gesegnete Zeit wünscht

Webmaster Matthias Derrer

Schulanfang - Radio in der Schule

Nachricht 55/2007

Bamberg, 19.09.07

16.9.07 zwischen 10 und 12 Uhr, Radio Galaxy Sendung „Galaxy lifeline”, Ausstrahlung in ganz Bayern.

Teil 1

Moderatorin Anika Wiesbeck: Autolärm auf der Straße, Vogelgezwitscher auf den Bäumen oder die beste neue Musik bei Radio Galaxy - alles ganz normal, oder etwa nicht? Nicht für Gehörlose! Aber wie ist das eigentlich in der Schule? Wie bekommen gehörlose Mädels oder Jungs denn eigentlich Mathe verklickert (Anmerkung Matthias Derrer: locker für „erklärt”)?

Matthias Derrer: Der Unterschied ist zuerst mal gar nicht so groß. Der wichtigste Unterschied ist - klar - die Sprache, die ist anders. Aber die Sprache wäre zum Beispiel auch anders, wenn wir in England sind. Hier ist die Sprache eben die Gebärdensprache.

Moderatorin A.W.: Eine Sprache, die vor allem aus Zeichen besteht, die mit den Händen gebildet werden. Matthias Derrer ist Pfarrer der evangelischen Gehörlosengemeinde Bamberg. Er selbst ist hörend, hat aber die Gebärdensprache gelernt. Er unterrichtet auch das Fach Religion in der Von-Lerchenfeld-Schule, ein Förderzentrum in Bamberg für Hörgeschädigte. Ungefähr 170 Schüler in den Klassenstufen eins bis neun pauken (Anmerkung MD: locker für „lernen”) dort dieses Jahr. Die Klassen sind etwas kleiner, als in den Schulen für Hörende.

MD: Normal sind in der Gehörlosenschule so ungefähr die Klassen zwischen 12 und 20 Schüler.

Moderatorin AW: Aber weniger Unterricht bekommen Gehörlose nicht!

MD: Die normale Unterrichtsstunde ist 45 Minuten. Normal sind dann immer 2 Stunden zusammen, also eineinhalb (1,5) Stunden.

Moderatorin AW: Und dann ist Pause. Aber woher weiß man, dass die Pause wieder zu Ende ist? Gibt es etwa ein Gebärden-Pause-Klingeln?

MD: Unten im Pausenhof haben wir natürlich eine normale Glocken-Anlage für die Schüler, die schwerhörig sind. Es gibt aber neben der Glocke auch ein Lichtsignal. Das ist ein gelbes Blink-Licht, wie oben auf einem Abschlepp-Wagen. Damit wird es in Lichtsignale umgesetzt und dann können das die Schüler auch sehen.

Moderatorin AW: Klar - sehen können die Schüler ja! Allerdings wollen sie natürlich nicht immer alles sehen.

MD: Wenn sich zwei unterhalten und miteinander gebärden, dann ist sofort der Blick-Kontakt weg. Das passiert auch in einem hörenden Gottesdienst und in einem hörenden Religions-Unterricht, dass mal zwei miteinander schwätzen, aber die hören wenigstens noch mit einem halben Ohr, was da passiert (Anmerkung MD: locker für „sie hören noch ein bisschen von der Umgebung”). Dann kann man durch Rufen sich wieder Gehör verschaffen (Aufmerksamkeit bekommen). Das klappt im Gehörlosen-Bereich nicht. Da muss ich akkustische Signale völlig ausschalten und muss visuelle Signale senden. Also ich muss mal winken, oder auch durch Vibration, ich versuche auf den Tisch zu klopfen. Darüber muss ich versuchen so den Kontakt wieder her zu stellen.

Moderatorin AW: Schulanfangsgottesdienst und Musik-Unterricht - wie das in der Gehörlosenschule aussieht und wie der Schiri (Schiedsrichter) beim Schul-Fußball anpfeift - das erfahrt ihr gleich (weiter) in der Galaxy lifeline ....

(Musik)

Teil 2 Moderatorin AW: Zum neuen Schuljahr gibt’s praktisch in jeder Schule einen Schul-Anfangs-Gottesdienst, auch in der Von-Lerchenfeld-Schule in Bamberg. Dort gehen rund 170 Schwerhörige und Gehörlose zur Schule. Aber so ein Gottesdienst, bei dem man nichts hört, muss ziemlich leise sein, oder?

(Rufen der Schüler beim „FREI” am Schluss des Gebärdenlieds „Gott meine Zukunft”)

Moderatorin AW: Leise geht es beim Schul-Anfangs-Gottesdienst in der Von-Lerchenfeld-Schule in Bamberg ganz sicher nicht zu. 6 seiner älteren Schüler waren dieses Mal nur dabei, aber Action ist immer, sagt der Evangelische Pfarrer Matthias Derrer. Er unterrichtet das Fach Religion - in Gebärdensprache, versteht sich (locker für „ist selbstverständlich”).

MD: Im Bereich von Religion haben wir es oft mit Wörtern zu tun, die überhaupt nicht anschaulich sind. Wir haben sehr abstrakte Begriffe wie Frieden, Liebe, Glaube usw. Das sind alles abstrakte Begriffe, wo ich kein Bild präsentieren („gebärden”, „zeigen”) kann.

Moderatorin AW: Dem entsprechend gibt es auch nicht nur einen passenden Gebärden-Begriff. (Anmerkung: Nicht ganz richtig! Natürlich gibt es auch für das abstrakte, nicht-visuelle Wort „Liebe” ein Gebärden-Zeichen, aber was Liebe bedeutet muss ich durch Beispiele erklären.)

MD: Das heißt, wenn ich im religiösen Bereich zum Beispiel über Liebe spreche, auch über Gottes Liebe zu den Menschen, dann muss ich immer erklären, was gibt es für Beispiele; woran kann ich das (die Liebe) erkennen. Dann kann ich über die Auswirkungen sprechen und irgendwann kann ich hoffen, dass ein gehörloser Mensch versteht, dieses Beispiel und dieses Beispiel zusammen nehmen kann - das ergibt den Begriff „Liebe Gottes”.

Moderatorin AW: Diese Art der Erklärung würde im hörenden Unterricht manchmal auch nicht schaden. Neben Reli gibt’s natürlich auch noch andere Fächer und die sind bei Gehörlosen genauso beliebt oder unbeliebt wie bei allen Schülern. Pfarrer Matthias Derrer hat für uns mal als Gebärdensprachdolmetscher übersetzt, was seinen Schützlingen (locker für „Schüler, vom Lehrer geschützt”) Spaß macht.

MD: Am meisten Spaß macht ihm in der Schule die Pause und das Fußballspielen da; Deutsch macht ihm auch Spaß. Sie macht gern Mathematik und Deutsch und unterhält sich gern mit ihren Freundinnen hier in der Schule. Die Pause gefällt ihr auch gut.

Moderatorin AW: Das klingt vertraut. Wer bisher übrigens dachte, mit Musik haben gehörlose Schüler gar nichts am Hut (locker „kein Kontakt”), liegt falsch.

MD: Es gibt ein Fach, das heißt abgekürzt RME und bedeutet Rythmisch-Musikalische-Erziehung. Da finden schon musikalische Elemente Einfluss.

Moderatorin AW: Dabei geht es vor allem um Takt und Rhythmus und das Gefühl im Bauch.

MD: Wir spüren im Bauch den Bass. Das kann jeder andere auch spüren. Aber gehörlose Menschen spüren das sogar noch deutlicher, weil sie nicht durch den Hör-Eindruck abgelenkt werden.

Moderatorin AW: Es ist also kein Gerücht, das gehörlose oder blinde Menschen ihre anderen Sinne bewusster einsetzen. Das gilt auch, wenn der Schiri (Schiedsrichter) beim Fußball im Sport-Unterricht pfeift.

MD: Wenn Schüler da sind, die wenigstens noch ein bisschen hören, die hören natürlich auch die Pfeife. Die anderen Schüler orientieren sich auch automatisch und merken, das Spiel ist unterbrochen und über Gebärdensprache bekommen das alle mit.

Moderatorin AW: Besondere Umstände erfordern eben besondere Fähigkeiten. Viel Glück im neuen Schuljahr wünscht Anika Wiesbeck, evangelische Redaktion.

(Musik)



Matthias Derrer

Turm der Sinne - Führungen in Gebärdensprache

Nachricht 54/2007

Nürnberg, 17.09.07

Der Turm der Sinne, ein Museum zum Anfassen und Ausprobieren (www.turmdersinne.de) bietet ab sofort und bis ca. Mitte Oktober ausnahmsweise Führungen in Deutscher Gebärdensprache an! Anmeldungen unter Fax (09 11) 9 44 32 69 oder email: info@turmdersinne.de. Die Führungen sind mit Dolmetscher und kosten genauso viel wie reguläre Führungen - aber leider nur bis Mitte Oktober - also schnell anmelden! Ich hoffe, das ist so in Ordnung? Sie können mich auch gerne unter der 0176/21802311 anrufen, falls noch Fragen bestehen!

''Annika Pabst ''

Der Bus der Gehörlosenseelsorge - bunt bemalt!

Nachricht 53/2007

Nürnberg, 06.09.07

Während der Pfingstfreizeit haben einige Jugendliche (hörende und gehörlose) den Fiat-Bus der Gehörlosenseelsorge bearbeitet. In einer abendfüllenden Aktion versuchten sie zuerst, die schmutzigen Klebestreifen vom Fiat zu entfernen. Leider hat das nicht ganz geklappt. Aber dann haben wir einige Fingerfarben zur Verfügung gestellt und alle waren mit Begeisterung dabei, dem Bus ein neues Aussehen zu geben. Leider hat der darauffolgende Regen fast alles wieder abgewaschen! Wenigstens konnten wir ein paar Fotos machen, damit wir allen zeigen können, wie schön farbig der Bus aussehen kann, wenn viele Hände zusammenhelfen!

Erika Burkhardt

Ökumenischer Jugendtreff - Pokerabend am Egidienplatz!

Nachricht 52/2007

Nürnberg, 28.08.07

An einem Freitag Abend trafen sich einige Jugendliche, um miteinander einen Pokerabend zu verbringen. Dies war der Programmpunkt des neuen Jugendtreffs der Gehörlosengemeinde in Nürnberg. Regeln und Vorgehensweise wurden von einem Jugendlichen erklärt und dann gings los mit pokern. Einige (vor allem Mädchen) spielten dann doch lieber UNO, aber trotzdem war dieser Abend für alle die da waren eine schöne Aktion. Natürlich gab es auch etwas zu knabbern und viel Unterhaltung.

Erika Burkhardt

Ein "Glücks-Nugget"

Nachricht 51/2007

Nürnberg, 20.08.07

Chicken Mc Nugget kennt jeder, ein kleines knuspriges Häppchen. Einen Gold Nugget kennt auch jeder zumindest vom Hörensagen, also eine Art kleiner Goldklumpen. Manche Menschen suchen ein Leben lang danach und manchmal verlieren sie dabei alles,was sie haben. So ist es auch mit dem Glück. Wir suchen oft das große Glück, den großen "Glücksmoment" - den "Glücksnugget" und setzen manchmal alles auf eine Karte. Dabei übersehen wir die kleinen Goldkörner oder sollte ich sagen die scheinbar unbedeutenden Glücksmomente im Leben. Diese fallen uns nicht mehr auf, weil wir sie uns nicht mehr bewusst machen. Jetzt kurz vor dem Urlaub schaue ich nochmals ins Jahr 2007 zurück. Wieviel Glück wir in der Gehörlosenseelsorge und in den Gehörlosengemeinden 2007 doch erleben durften. Ich erinnere mich an die lebendige Gemeindesprechertagung, an beeindruckende Gottesdienste, an vielfältige Solidarität, an den gelungenen Einstand der neuen Sozialpädagoginnen in der Sozialberatung in Nürnberg. Vieles mehr könnte ich nennen. Kleine, aber unendlich wichtige Glücksmomente. In Dänemark werde ich mir Zeit nehmen, am Strand sitzen und Gott dafür danken. Ich werde ihm danken für all die Unterstützung und Mitarbeit Ehrenamtlicher und Hauptamtlicher und für seinen Schutz und Segen in schwierigen Zeiten. Ihnen und euch möchte ich bereits an dieser Stelle herzlich danken und wünsche wünsche eine erholsame Sommerpause. Wir sehen uns wieder ab 12. September. Bis dahin Gottes Segen und gebärdensprachliche Grüße.

Pfr. Joachim Klenk

Gemeindebrief 2/2007 im Netz - Umstellung 1. Schritt geschafft

Nachricht 50/2007

Bayern, 17.8.07

Der neue Gemeindebrief 2/2007 ist im Netz und kann wie immer im Bereich Gemeindebrief gelesen oder heruntergeladen werden. Neu ist dieses Mal das Aussehen - das Layout wurde komplett umgestellt. Der Gemeindebrief wird ab Ausgabe 3/2007 auch haupt-verantwortlich von Stefanie Lindnau gestaltet.
Neu ist aber auch: Der Gemeindebrief ist erstmalig früher im Netz als bei machen Gemeindegliedern. Durch die Ausgabe Ende Juli / Anfang August und die Verteilung im Gottesdienst erreicht der Papier-Gemeindebrief viele Gemeindeglieder erst in den September-Gottesdiensten. Im Internet ist er schon jetzt verfügbar.
Und auch die Größe der Datei hat sich sehr verändert. Früher waren die Dateien ca. 5 MB groß. Durch die Umstellung der Software sind es nur noch ca. 500 kB. Damit ist alles schnell heruntergeladen.
Wie auch immer - wir wünschen viel Spaß beim Blättern und Lesen! Herzliche Grüße und eine gute Sommerzeit wünscht

Matthias Derrer

Neue Wege im Jugendbereich

Nachricht 49/2007

Nürnberg, 14.08.07

An Pfingsten 2007 gab es etwas Neues im Jugendbereich: Eine Kooperationsfreizeit mit einer hörenden Gemeinde. (Wir haben bei Meldung 41 schon kurz berichtet.) Insgesamt 21 Jugendliche (etwa die Hälfte davon hörend) kamen zusammen um ein paar Tage miteinander zu verbringen und Spaß und Gemeinschaft zu erleben. Eine Mitarbeiterin, Heike Ettl hat einen Bericht über diese Freizeit geschrieben. Sie können den Bericht hier unten lesen.

Erika Burkhardt



Bericht

Jugendfreizeit von 25. bis 29. Mai 2007 mit der evangelischen Gemeinde aus Ziegelstein und der Gehörlosenseelsorge Bayern in Ensfeld in der Nähe von Eichstätt

Ich möchte über diese Jugendfreizeit berichten. Teilnehmer: 21 Jugendliche, davon 5 Mädels und 16 Buben (14 bis 18 Jahre) und 4 Mitarbeiter (2 gehörlos, 2 hörend)



Am 25. Mai um 16.00 Uhr trafen wir uns am Bahnhof-Südausgang am Parkplatz, wo der gelbe und der weiße Bus und ein Auto uns abholte. Dann fuhren wir los nach Ensfeld. Die 12 hörenden und 9 gehörlosen Teilnehmer waren aufgeregt und ziemlich neugierig, als Toby (h) sie auf die Zimmer und Dachböden verteilte. Um 18.00 Uhr aßen wir hungrig Käsespätzle und Salat. Das Essen für alle kochten die Mitarbeiter, aber immer halfen auch ein paar Teilnehmer mit. Nach dem Abendessen haben wir Namen mit Fingeralphabet geübt und jeder hat sich vorgestellt.



Am Samstag, 26. Mai standen wir um 7.30 Uhr auf und frühstückten gemeinsam. Am Abend vorher haben 2 Mitarbeiter schon ein Lego-Haus gebaut. Dieses wurde in das Materialzimmer als Muster gestellt. Die Teilnehmer wurden in Gruppen eingeteilt. Eine Person musste sich das Musterhaus anschauen, dann zu seiner Gruppe laufen und der Gruppen erklären wie das Haus aussieht. Die Gruppe musste das Haus nachbauen. Eine Person musste also immer hin- und herlaufen und der Gruppe berichten. Dabei musste er sich überlegen, wie er die Bauart des Hauses kommunikativ "rüberbringen" kann. Die Gruppen bestanden aus 3 Hörenden und 1 Gehörlosen bzw aus 3 Gehörlosen und einem Hörenden, wobei jeweils die einzelne Person der Gruppe erklären musste wie das Haus aussieht.

Jede Gruppen hat es geschafft, die Legos zusammenzusetzen. 3 Gruppen haben wirklich gut kommuniziert und das Haus exakt nachgebaut. Eine Gruppe hatte einen kleinen Fehler, aber trotzdem gut geschafft.

Nach dem Mittagessen um 12.30 Uhr sind wir zum Freibad nach Eichstätt gefahren. Einige sind viel geschwommen und einige haben sich ausgeruht, wir haben eine Stunde ein Spiel mit verschiedenen Aufgaben gespielt:

20 Mal Liegestützen und 20 Mal Kniebeugen, Lauf um das 50 m Becken, alles Springen und Rutschen, Knobelrätsel und Umkleideraumkabinen &Eistafel zusammenzählen. Einige Teilnehmer haben einen Sonnenbrand bekommen und anschließend sind wir wieder zu einem Haus zurückgefahren. Zum Abendessen gab es Nudeln mit Erbsen und Schinken. Dann sind wir zum Feuerwehrhaus gegangen, denn um 20.00 Uhr gab es dort im Fernsehen das Fußballspiel Stuttgart gegen Nürnberg. Das haben wir angeschaut, ein paar haben allerdings lieber UNO gespielt. Gegen 23 Uhr nach dem Nürnberger Sieg ging es wieder zum Jugendhaus zurück und dann ab ins Bett.

Am Sonntag, 27. Mai schliefen wir eine Stunde länger bis um 8.30 Uhr und frühstückten. Um 10.00 Uhr hatten wir einige Gebärdenname gefunden und auch ein paar Spiele gemacht. Nach den Spielen sind wir zum Wald gegangen und Toby(h) hat einen Eimer an den Baum gehängt. Wir sollten 25 Tennisbälle in den Eimer werfen, wobei die Zeit gestoppt wurde. Wir haben das versucht, es hat geklappt wobei allerdings einige Bälle im Wald verschwanden. Dann mussten wir das noch einmal schaffen, aber schneller.



Anschließend haben wir 2 Gruppen gemacht. Beide sollten überlegen, wie man Nagel auf einem Holzbrett stapeln kann, ohne dass sie das Holzbrett berühren.



Danach gab es Brotzeit. Um 14.30 Uhr mussten 3 Gruppen von Ensfeld nach Mörnsheim (Fossiliensteinbruch) wandern, durch den Wald und Wiese, nur mit Kompass und Landkarte. Aber haben ihr Ziel erreicht, hurra.

Zurückgefahren sind alle mit dem Bus, einige waren sehr erschöpft. Am Abend haben einige aus der Gruppe den Gehörlosenseelsorge-Bus geputzt und mit Fingerfarben angemalt. Um 22.00 Uhr haben Erika(h) und Toby(h) Nachtgedanken zum Thema "Pfingsten" gemacht und Heike(gl) hat uns ein Gebärdenlied gezeigt.

Um 8.00 Uhr am Montag, den 28. Mai frühstückten wir und um 9.15 Uhr sind wir mit 2 Bussen und Erikas Auto nach Pappenheim gefahren. Von dort bis nach Solnhofen paddelten jeweils 3 Leute in einem Kanu, insgesamt hatten wir 8 Kanus. Leider hat es stark geregnet, aber trotzdem waren alle fröhlich und hatten viel Spaß. 2 Kanus mussten aufgeben, da 4 Leute stark gefroren haben und keine Kraft mehr hatten. Die restlichen 6 Kanus sind weitergepaddelt bis zur Hammermühle, dort gab es eine Wasserrutsche und alle wurden richtig nass.

Das Kanufahren war zwar regnerisch und ein bisschen anstrengend, aber es war sehr schön.

Einige haben mitgeholfen, die Kanus zum Anhänger zu bringen. Ein paar waren am Feuer gestanden und warteten auf Tobys Bus. Er holte uns ab und alle sind zurück ins warme Haus gekommen. Wir haben alle warm geduscht und trockene Sachen angezogen. Einige haben Pause gemacht, z.B. Uno gespielt oder einfach nur gefaulenzt usw. Toby hat den Grill angeschürt, damit wir in Ruhe essen konnten.



Am Dienstag, 29.Mai sind wir um 7.30 Uhr aufgestanden und haben gemütlich gefrühstückt. Wir haben Feedback gemacht: Alle waren im allgemeinen sehr zufrieden und wollen noch einmal so eine Kooperationsfreizeit machen.

Dann haben wir alle Zimmer aufgeräumt, eingepackt und die Zimmer und das Haus geputzt. Nach der Abschiedsrunde sind wir wieder nach Hause gefahren. Es war eine tolle, schöne erlebnisreiche Zeit mit Hörende und Gehörlosen, es war wirklich toll. Wir bedanken uns sehr bei den Mitarbeitern, Erika und Toby, dass sie das alles sehr gut organisiert haben.

Heike Ettl (gl)

Viel Spaß auf der Kinderfreizeit!!!

Nachricht 48/2007

Bayern, 07.08.08

24 Kinder und 7 Mitarbeiter waren Anfang August eine Woche zusammen auf einer Sommerfreizeit. In Veitsweiler (Nähe Dinkelsbühl) haben wir in einem Jugendhaus gewohnt und viel erlebt: Z. B. Wanderung zum Hesselberg, ein Badetag am Badesee, viele verschiedene Sachen zum Basteln, jede Menge Spiele und natürlich auch ein Lagerfeuer-Abend. Alle Kinder durften selbst ihr Brot am Lagerfeuer rösten und dann natürlich auch essen (siehe Foto) .

Erika Burkhardt

Malwettbewerb

Nachricht 47/2007

Bayerm, 01.08.07

Bei einem Malwettbewerb des religionspädagogischen Zentrums Bayern und der Gehörlosenseelsorge Bayern unter der Schirmherrschaft von Oberkirchenrat Bierbaum nahmen insgesamt 18 Schulklassen teil. Sieger war die Klasse 1b aus der Landesschule für Gehörlose in München unter der Leitung von Gehörlosenpfarrerin Cornelia Wolf. Thema des Wettbewerbs war "Gottes gute Schöpfung". Das Siegerbild war als Schriftrolle gestaltet und stellte die 7 Schöpfungstage anhand verschiedener Materialien dar. Unter anderem ist beispielsweise zu sehen, wie Gott in einem Bett liegt und sich am 7. Tag ausruht. Vergeben wurden Preise in einem Gesamtwert von Euro 800,00. Zu bewundern sind die Bilder vom 10.bis 13. Oktober in der Egiedienkirche in Nürnberg.

degpa

Pekip-Kurs in München

Nachricht 46/2007

München, 25.07.07

Zum wiederholten Mal findet in München ein PEKIP-Kurs statt. Die vorherigen Kurse waren unter der Leitung von Frau Jagusch-Blank sehr erfolgreich und viele gehörlose Mütter und Väter möchten für ihre Babys weitere Kurse haben. PEKIP ist die Abkürzung von "Prager-Eltern-Kind-Programm". Was ist PEKiP?  Pekip heißt Spiel und Bewegung mit Babys, Zeit füreinander haben, das Baby bewusst wahrnehmen, eigene Fähigkeiten entdecken, miteinander in Kontakt kommen und Austausch der Eltern untereinander. In diesem speziellen PEKiP-Kurs laden wir gehörlose, gehörgeschädigte und hörende Eltern ein, das Abenteuer Baby gemeinsam zu erleben. Die PEKiP-Leiterin beherrscht die Gebärdensprache. Zusätzlich kann die Gruppe bei Bedarf von einer Gebärdendolmetscherin begleitet werden. Diese Kurse werden in Kooperation mit der Evang. Gehörlosenseelsorge München und Umgebung angeboten und vom Bayer. Landesverband für die Wohlfahrt Gehörgeschädigter e.V. unterstützt.
Der neue Kurs findet am Donnerstag statt, von 9.00-10.30 Uhr. (Neuer Kurs 2220) Vom 13.9.07 bis 13.12.07 (13x und nicht in den Herbstferien) Gebühr: 128,80 Euro
Bitte melden Sie sich bei Interesse an bei:
Evang. Familienbildungsstätte
Elly Heuss-Knapp
Herzog- Wilhelm-Str. 24/I
80331 München
Fax: 550 12 71
Internet: www.efbs-muc.de


PEKiP®-Kursleitung:
Monika Jagusch-Blank
e-Mail: jagusch.blank@arcor.de
Dolmetscherin: Fr. Claudia Schuler




Juhu, die Gehörlosenseelsorge hat einen Kicker!

Nachricht 45/2007

Nürnberg, 23.07.07

Ab jetzt kann es rund gehen im Gemeindehaus am Egidienplatz 33. Ein Jugendhaus in Nürnberg hatte einen Kicker abzugeben, wir waren die schnellsten und haben den Kicker bekommen. Ein paar Jugendliche haben beim Abholen geholfen und dann an zwei Nachmittagen den Kicker sauber gemacht, auseinandergebaut und repariert. Inzwischen kann man schon spielen und wir freuen uns über unseren neuen "alten" Kicker!!!

Erika Burkhardt

Neues Gesetz zur Verwendung der Deutschen Gebärdensprache seit 1.9.06

Nachricht 44/2007

Deutschland, 18.07.07

Upps...im letzten Gemeindebrief hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen: Neues Gesetz zur Verwendung der Deutschen Gebärdensprache seit 1.9.06 Am 1. September 2006 ist die Kommunikationshilfeverordnung in Kraft getreten. Das bedetutet: Seit dem 1. September 2006 ist geregelt wer Gebärdensprachdolmetscher für Elterngespräch in der Schule bezahlt und Gespräche bei verschiedenen Ämtern. Bei einem Elterngespräch in der Schule oder einem Elternabend in der Schule muss seit dem 1. September 2006 das zuständige Sozialamt vom Wohnort der gehörlosen Person die Kosten für den Gebärdensprachdolmetscher bezahlen (nicht die Schule...wie im letzten Heft geschrieben). Bei einem Gespräch in einem Amt (Verwaltungsverfarhren) z.B. Jugendamt oder Sozialamt... muss das Amt selbst den Gebärdenprachdolmetscher bezahlen. Einen Dolmetscher bestellen kann jeder bei den verschiedenen Dolmetschervemittlungsstellen (für Mittelfranken in Nürnberg, für Unterfranken in Würzburg, für Oberfranken in Bayreuth). Beispiel: Gehörlose Eltern wollen auf den Elternabend ihres hörenden Kindes. Die Eltern schreiben ein Fax an die Dolmetschervermittlung mit Datum, Uhrzeit, Einsatzort und vielleicht auch Wunschdolmetscher. Die Dolmetschervermittlung stellt dann einen Antrag beim zuständigen Sozialamt und ruft dann den Dolmetscher an. Wenn alles geklärt ist, bekommt die gehörlose Person eine Auftragsbestätigung zurück, der Dolmetscher kommt zum Elternabend und das Sozialamt übernimmt die Kosten. anderes Beispiel: eine gehörlose Person möchte zu einem Gespräch im Jugendamt. Sie schreibt ein Fax an die Dolmetschervermittlung mit Datum, Uhrzeit und Einsatzort und Wunschdolmetscher. Die Dolmetschervermittlung regelt die Kostenübernahme mit dem Jugendamt und bestellt den Dolmetscher. Der Dolmetscher kommt zum Gespräch und das Jugendamt übernimmt die Kosten.

Katina Geißler und Susanne Böhm

Was macht eigentlich Elisabet Poniczan?

Nachricht 43/2007

Nürnberg, 12.07.07

Wer kann sich noch erinnern? Elisabet Poniczan, eine ungarische Theologiestudentin absolvierte 2005 ein Praktikum bei der Gehörlosenseelsorge Nürnberg. Sie liebt Gebärdensprache, Sport und Gottesdienste und der Kontakt zur Gehörlosenseelsorge riss auch nach Ihrer Rückreise in die Heimat nicht ab. Elisabet Poniczan ermöglicht auch immer wieder Einblicke in die evang.-luth. Kirche in Ungarn. Im Juli 2007 wurde sie als Pfarrerin eingeführt.In der Zukunft möchte sie sich in Ungarn auch um gehörlose Menschen kümmern. Am 13. Oktober wird es ein Wiedersehen mit ihr an der Jubiläumsfeier in Nürnberg geben.

degpa

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